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Ästhetische Chirurgie

In dieser Rubrik finden Sie Informationen über die häufigsten Behandlungsverfahren der ästhetischen Chirurgie gegliedert nach den anatomischen Regionen

  • Gesicht (z.B. Lidplastik, Nasenkorrektur, Ohranlegeplastik, Facelift)
  • Brust (z.B. Brustvergrösserung, Brustverkleinerung, Bruststraffung, Gynäkomastie)
  • Körper (z.B. Fettabsaugung, Bauchstraffung, Hautstraffung, Body Lift)

Aufgrund kontinuierlicher Neuerungen und Entwicklungen in der ästhetischen Chirurgie kann hier kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Wenn Sie Fragen zu weiteren Behandlungen haben, die hier nicht aufgeführt sind, sprechen Sie uns bitte direkt an. Wir beantworten Sie Ihnen gerne.

 

Entwicklung der ästhetischen Chirurgie

Entgegen der allgemeinen Vorstellung, dass die ästhetische Chirurgie ein aktuelles Phänomen ist, datieren ästhetische Eingriffe (Schönheitsoperationen) bereits zurück zu den alten Ägyptern, die bereits 3000 v. Chr. Korrekturen von eingerissenen Ohrläppchen vornahmen. Die ästhetische Chirurgie, wie wir sie heute kennen, begann am Ende des 19. Jahrhunderts und breitete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts rasch aus. Die Grundlagen wurden dabei nicht, wie weitläufig gemeint wird, in den USA gelegt, sondern auf dem europäischen Kontinent. Operationen zur Verbesserung des Aussehens der Augenlider (Schlupflider, Tränensäcke), der Nase und des Gesichtes wurden bereits vor 1920 durchgeführt.

Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts ästhetische Operationen in der Öffentlichkeit und Fachwelt weitgehend verpönt waren, kam es in den vergangenen 40 Jahren zu einer starken Zunahme des Interesses an der ästhetischen Chirurgie. Auch Männer begannen sich für die Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie zu interessieren und liessen sich abstehende Ohren anlegen oder krumme Nasen begradigen. Dies war verbunden mit enormen technischen Fortschritten und einem besseren Verständnis der Anatomie, was die Entwicklung von sichereren und effektiveren Operationsverfahren mit einer Reduzierung der sichtbaren Narben auf ein Minimum erleichterte. Nirgendwo ist dies offensichtlicher als in der ästhetischen Gesichtschirurgie, in der sich aus dem "Standard Facelift" vielfältige Behandlungsmöglichkeiten und Kombinationen von verschiedenen Techniken entwickelt haben, die den individuellen Bedürfnissen der Patienten entsprechen.

Neuere Techniken, wie die Fettabsaugung (Liposuction) und die Eigenfettinjektion (Lipofilling) erlauben bei geeigneten Patienten die Korrektur der Körperform mit minimalen Narben. Die Einführung der Endoskopie hat es möglich gemacht bestimmte Eingriffe, wie das Stirnlifting, ohne sichtbare Narben durchzuführen. Auch in anderen Bereichen der Körperkonturierung, wie der Bruststraffung (Mastopexie) und Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik), der Bauchstraffung (Abdominoplastik) oder der Straffung ganzer Körperpartien (Body Lift) wurden, von einfachen Hautstraffungen ausgehend, komplexe Operationstechniken entwickelt, die eine bessere Formung und langfristige Stabilisierung des Gewebes ermöglichen und sichtbare Narben vermindern. Der Einsatz von Silikonimplantaten zur Brustvergrösserung (Mammaaugmentationsplastik) wurde in den vergangenen Jahren intensiv überprüft, wodurch sich die Sicherheit und das Wissen über die Auswirkungen von Brustimplantaten erheblich verbessert haben. Diese Erfahrungen kommen auch Frauen zugute, die nach einer Brustkrebs Behandlung einen Wiederaufbau der Brust mit Implantaten wünschen.

Häufig fliessen Erfahrungen aus der rekonstruktiv-plastischen Chirurgie in die ästhetisch-plastische Chirurgie ein und umgekehrt. Botulinumtoxin A (Botox®) wurde ursprünglich zur Behandlung von Verkrampfungen der Augenmuskeln (Blepharospasmus) und anderer Muskeln am Körper (Spastik) in der Augenheilkunde und Neurologie verwendet, bevor durch zufällige Beobachtungen bekannt wurde, dass mimische Falten (Bewegungsfalten), Migräne und verstärktes Schwitzen (Hyperhidrose) hiermit effektiv behandelbar sind. Als Ergänzung zum Botulinumtoxin A wurden biologische Füllmaterialen, wie Kollagen und Hyaluronsäure, zur Faltenbehandlung entwickelt, mit denen tiefe Falten unterspritzt werden können. Feinste Fältchen und Alterungserscheinungen der Haut, wie Pigmentflecken (Altersflecken) und Veränderungen der Hautstruktur, lassen sich wiederum mittels Laser (CO2-Laser, Erbium-Laser), Abschleifung (Dermabrasio) oder durch chemische Peelings (z.B. TCA) verbessern.

Heute stehen dem Plastischen Chirurgen eine Vielzahl an Behandlungsoptionen zur Verfügung, die häufig miteinander kombiniert werden können und nicht nur eine kunstvolle Ausführung sondern auch eine umfassende klinische Erfahrung und sorgfältige Patientenselektion erfordern, um zu dem gewünschten Ergebnis zu gelangen.

 

Allgemeine Hinweise

Ästhetische (syn. kosmetische) Eingriffe bzw. Schönheitsoperationen sollen dem Patienten und seinem Wohlbefinden dienen. Um die bestmöglichen Resultate zu erzielen ist eine sorgfältige Patientenselektion erforderlich. Nicht jedes Verfahren ist für jeden Patienten gleichermassen geeignet. Die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten jedes Patienten müssen bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden, weshalb vor einem persönlichen Beratungsgespräch nur allgemeine Informationen möglich sind.

Grundsätzlich ist der Verzicht auf eine Behandlung sicherlich besser, als sich einer falschen Behandlung zu unterziehen. Eine ästhetisch motivierte und somit nicht medizinisch notwendige Behandlung durchführen zu lassen ist eine wichtige Entscheidung, die erst nach einer qualifizierten Beratung mit ausführlicher Diskussion der Vor- und Nachteile sowie möglicher Alternativen getroffen werden sollte.

 

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

Die ästhetische Chirurgie, im Volksmund und den Medien oft auch als "Schönheitschirurgie" bezeichnet, ist ein Teilbereich der plastischen Chirurgie. Die Entscheidung, ob sich ein kosmetisches Problem mit einer Operation oder einer nicht-operativen Behandlung am besten lösen lässt setzt voraus, dass sich der behandelnde Arzt in allen anerkannten chirurgischen und konservativen kosmetischen Verfahren auskennt. Deshalb empfiehlt sich vor jedem ästhetischen Eingriff die Beratung durch einen erfahrenen Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Die Facharztbezeichnung bürgt dafür, dass der Arzt eine fundierte Ausbildung in diesem Bereich besitzt.

Vorsicht geboten ist bei sogenannten "Schönheitschirurgen". Diese Bezeichnung ist nicht geschützt und kann daher von jedem Arzt auch ohne spezielle Ausbildung auf diesem Gebiet getragen werden. Sie wird daher häufig von Ärzten verwendet, die keinen Facharzttitel für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie besitzen und sich ihr Wissen in "Wochenendkursen" angeeignet haben. Eine hochstehende Behandlungsqualität ist hier nicht garantiert.

 

Kosten

Die Kosten für ästhetische Eingriffe (Schönheitsoperationen) unterscheiden sich teilweise erheblich und sind vor allem abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Operation, der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird und vor allem der Qualifikation und Erfahrung des Operateurs. Oft werden für ästhetische Operationen die gleichen oder ähnlich Begriffe verwendet, wie z.B. Facelift, Brustvergrösserung oder Fettabsaugung. Dahinter können sich aber sehr unterschiedliche Leistungen verbergen, deren Aufwand und somit auch Kosten erheblich voneinander abweichen können. Auch ist zu beachten, ob die angegebenen Kosten nur das Operationshonorar oder auch zusätzliche Leistungen, wie die Anästhesie, Operationsassistenz, technische Leistungen oder Nachbehandlung beinhalten.
Ästhetische Chirurgie ist "ärztliche Kunst" im wahrsten Sinne des Wortes. Nur erwerben Sie kein Kunstwerk (Werkvertrag), sondern zahlen für eine Leistung (Dienstleistungsvertrag), die je nach Können und Erfahrung des Chirurgen sehr unterschiedlich ausfallen kann. Sicherlich muss der teuerste Chirurg nicht unbedingt auch immer der Beste sein. Andererseits wird ein seriöser Plastischer Chirurg keine Behandlung zum Schnäppchenpreis anbieten können, da eine qualitativ hochwertige Leistung immer mit einem hohen Aufwand verbunden ist und somit ihren Preis hat. Letztlich muss jeder Patient bzw. jede Patientin selber entscheiden, welchen Preis für welche Leistung er bzw. sie für angemessen hält. Der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu dieser Entscheidung besteht darin sich von einem qualifizierten Plastischen Chirurgen beraten zu lassen.
 

Werbung

Werbung ist Ärzten in der Schweiz grundsätzlich nicht erlaubt und kein guter Ratgeber für eine ästhetische Operation. Der Patient soll nicht durch Werbung zu einer Behandlung verführt werden, sondern aus eigener Motivation eine ästhetische Korrektur wünschen. Durch eine qualifzierte und individuelle Beratung sollte er in die Lage versetzt werden sich eine eigene Meinung zu bilden und sich nach ausreichender Bedenkzeit und ggf. weiteren Beratungen für oder gegen eine Behandlung zu entscheiden. Seriöse Plastische Chirurgen verzichten daher auf Werbung in den Medien, die das Ziel hat den Kunden zum Kauf bzw. den Patienten zur Behandlung zu verführen. Von unseriösen Anbietern wird diese Werbung zudem häufig hinter Scheininformationen versteckt. Besondere Vorsicht ist daher geboten bei verlockenden Angeboten, Schnäppchen und Wundermitteln aller Art im Zusammenhang mit kosmetischen Eingriffen. Der Verzicht auf Werbung ist ein guter Indikator für die Seriösität des Plastischen Chirurgen.
 

Honorar

Beratungshonorar
Medizinisch indizierte Beratungen werden nach den gültigen Tarifen der Krankenkassen in Rechnung gestellt.
Das Honorar für eine ästhetische Beratung beträgt SFr. 150,- und wird am Tag des Beratungstermins fällig. Die Zahlung kann mit EC-Karte, Kreditkarte oder bar erfolgen. Bei Nicht-Erscheinen ohne vorherige Abmeldung bis spätestens 24 Stunden vor dem Termin stellen wir eine Pauschale in Rechnung.
Das Honorar beinhaltet neben einer umfassenden Beratung und körperlichen Untersuchung auch die Erstellung der gesamten Dokumentation einschliesslich digitaler Fotografien. Soweit erforderlich, sind auch weitere Beratungen vor dem geplanten Eingriff eingeschlossen. Das Beratungshonorar verpflichtet Sie zu keiner Behandlung.

Behandlungshonorar

Medizinisch indizierte nicht-operative Behandlungen werden nach den gültigen Tarifen der Krankenkassen in Rechnung gestellt.

Das Honorar für ästhetisch indizierte nicht-operative Behandlungen wird am Behandlungstag fällig und kann mit EC-Karte, Kreditkarte oder bar bezahlt werden.

Operationshonorar

Medizinisch indizierte Operationen werden nach den gültigen Tarifen der Krankenkassen in Rechnung gestellt.

Das Honorar für eine ästhetische Operation ist aufwandsabhängig und wird vor der Operation fällig. Möglich ist die Zahlung per Banküberweisung bis 14 Tage vor der Operation oder die Zahlung mit EC-Karte, Kreditkarte oder bar am Operationstag.

Bei ambulanten und kurzstationären Operationen in der AARE KLINIK beinhaltet das Operationshonorar alle Leistungen, die im Rahmen der Operation und des Klinikaufenthaltes erbracht werden:
  • Operateur
  • Assistenz
  • Anästhesie
  • Medizinisch-technische Leistungen
    • OP-Saal
    • Instrumente
    • Nahtmaterial
    • Verbandsmaterial
    • Medikamente
  • Implantate
  • Hilfsmittel (z.B. Spezial-Mieder/BH)
  • Hotellerie

Bei stationären Operationen im Spital beinhaltet das Operationshonorar nicht die Anästhesie und medizinisch-technischen Leistungen. Diese werden zusammen mit den Kosten für den Spitalaufenhalt separat vom Spital in Rechnung gestellt.

Wir erstellen Ihnen auf Wunsch gerne Kostenvoranschläge für unterschiedliche Behandlungsoptionen:

  • ambulant oder kurzstationär in der AARE KLINIK
  • stationär im Privatspital (Salem-Spital)
  • stationäre im öffentlichen Spital (Tiefenauspital)
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